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Deutscher Pflegetag 2015 – Eine kurze Retrospektive

 

Der Deutsche Pflegetag öffnete 2015 vom 12. bis zum 15. März seine Pforten in Berlin. Über 4000 Besucher, Entscheider und Experten der Pflege-Community haben am Deutschen Pflegetag, der vom Deutschen Pflegerat e.V. initiiert wurde, im Flughafen Berlin-Tempelhof mitgewirkt.

Über 170 Moderatoren und Referenten haben beim Deutschen Pflegetag 2015 die vielzähligen Facetten der professionellen Pflege ausgeleuchtet. Zwischen den Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen luden 80 Aussteller zur Information, Diskussion und zum Verweilen ein.

 

Der Deutsche Pflegepreis 2015 geht an Malu Dreyer

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung hat Malu Dreyer in ihrer Funktion als Sozialministerin des Bundeslandes Rheinland-Pfalz den Deutschen Pflegepreis 2015 erhalten. Malu Dreyer hat neben ihrem allgemeinen Engagement im Bereich Pflege einen bedeutenden Beitrag zur Gründung der Pflegekammer in Rheinland-Pfalz geleistet. Damit, so führt Andreas Westerfellhaus der Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. aus, habe sie Pflegegeschichte geschrieben.

 

Raus aus der politischen Nische

Westerfellhaus forderte auf dem Deutschen Pflegetag 2015 die politischen Entscheidungsträger auf, die Pflegepolitik hinaus aus einer politischen Nische auf Augenhöhe mit Umwelt- und Energiepolitik zu heben. Mit dem notwendigen Rampenlicht würde nicht nur der Pflegeberuf bei jungen Menschen an Attraktivität gewinnen, was dem drohenden Pflegenotstand entgegenwirken würde, sondern auch die Missstände in der Pflege zeitnah eine dringende Veränderung erleben.

Prominenter Rückenwind für die Pflege kommt u.a. von Dr. med. Eckart von Hirschhausen: „Mein Wunsch ist, dass die Pflege sichtbar wird. In ihrer Bedeutung für uns alle.“

 

Save the Date

Der Deutsche Pflegetag 2016 findet vom 10.- 12. März im Flughafen Berlin Tempelhof statt. Auch hier wird der Fortschritt der Pflege hin zu einer eigenständigen Profession beleuchtet und diskutiert werden.

 

Quelle:

Deutscher Pflegerat e.V. DPR (Hrsg.) (2015) Homepage des Deutschen Pflegetags 2015. Pflege stärken mit starken Partnern. URL: deutscher-pflegetag.de (04.05.2015).

 

Deutscher Pflegetag 2015 - Eine kurze Retrosprektive
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Pflegekammer in Rheinland-Pfalz bewirkt Domino-Effekt

 

Der Gründungsausschuss der ersten Pflegekammer in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat zu Beginn des Jahres seine Arbeit aufgenommen. Seit April läuft das Anmeldeverfahren für in Rheinland-Pfalz tätige Pflegende. Welche Schritte nun folgen und welche Auswirkungen die Etablierung der ersten Pflegekammer haben, lesen Sie hier.

2013 fiel mit einer Abstimmung der Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz das entscheidende Startsignal zur Gründung einer Pflegekammer. 76% der befragten Personen sprachen sich für die Errichtung einer Pflegekammer aus. Nach einer Gründungskonferenz im Sommer 2013 folgten im Januar 2014 zahlreiche Informationsveranstaltungen.

Der von Gesundheitsminister Bätzing-Lichtenthäler berufene Gründungsausschuss nahm mit Beginn des Jahres 2015 seine Arbeit auf. Neben der Organisation zur Registrierung, die seit April im Gange ist, steht die Durchführung der ersten Kammerwahl auf der Agenda. Im Frühjahr 2016 sollen die gewählten Organe ihre Arbeit aufnehmen.

 

Berlin entscheidet sich für die Pflegekammer

Die Fortschritte in Rheinland-Pfalz haben einen Domino-Effekt auf andere Bundesländer und zeigen sogleich auf welch weiter Weg noch zu gehen ist. Laut der „Studie zur Akzeptanz einer Pflegekammer im Land Berlin“ der Alice Salomon Hochschule, unter Leitung von Prof. Dr. Ingrid Kollak, hat sich in Berlin nun die Mehrheit der befragten Pflegenden für die Errichtung einer Pflegekammer ausgesprochen. 58,8% stimmten für und 17,1% gegen die Errichtung einer Pflegekammer. 13,8% machten keine Angaben, 4,5% war es egal und weitere 5,8% gaben an, die Sachlage nicht beurteilen zu können. Berlin folgt also mit dieser Abstimmung seinen Vorgängern Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf dem Weg zur Errichtung einer Pflegekammer.

Mit dem Blick auf Rheinland-Pfalz liegt nun noch ein weiter Weg vor dem Bundesland Berlin. Das oberste Ziel der Pflegekammer, nämlich die Pflege gleichermaßen für Pflegeempfänger und Pflegende zu stärken, wird in Rheinland-Pfalz bereits nicht nur aus den Reihen des Gründungsauschusses verfolgt. Auch die zukünftigen Mitglieder sollen sich einbringen. Ob Sie ein wahlberechtigtes Mitglied sind, können Sie der Homepage des Gründungsausschusses der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz entnehmen.

 

Ist eine bundesweite Pflegekammer Zukunftsmusik?

Aus einem aktuellen Beitrag des Ärzteblattes geht folgendes hervor: Dr. rer. cur. Markus Mai, der Vorsitzende des Gründungsauschusses der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, meint, dass nun auch die Errichtung einer bundesweiten Pflegekammer immer näher rückt, um auf nationaler Ebene mehr Einfluss im Gesundheitswesen zu haben.

 

Quellen:

Alice Salomon Hochschule Berlin, Projektleiterin Prof. Dr. Ingrid Kollak: Homepage der Kammer Studie; Studie zur Akzeptanz einer Pflegekammer im Land Berlin. URL: www.ash-berlin.eu/forschung/forschungsprojekte/kammer-studie/ (18.04.2015).

Gründungsausschuss der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz (KdöR): Homepage der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz Gründungsausschuss. URL: www.pflegekammer-rlp.de (18.04.2015).

Ärzteblatt (Hrsg.) (2015) Berliner Pflegekräfte sprechen sich für eine Pflegekammer aus. 15.04.2015. URL: www.aerzteblatt.de/nachrichten/62488/Berliner-Pflegekraefte-sprechen-sich-fuer-eine-Pflegekammer-aus (18.04.2015).

 

Pflegekammer in RLP bewirkt Dominoeffekt
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Formel für Arbeitszufriedenheit in der Pflege

 

Das Team, ausreichend Zeit für die Arbeit und das in die Person gesetzte Vertrauen sind essentielle Komponenten zur Erhöhung oder zur Dezimierung der Arbeitszufriedenheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle dänische Studie

Dänische Forscher haben 10 Krankenschwestern anhand semi-strukturierter Fragebögen befragt. Die Pflegerinnen waren zwischen 30 bis 57 Jahren alt und wiesen eine Arbeitserfahrung von 5 bis zu 32 Jahren auf. Die Interviews wurden hermeneutisch ausgewertet.

 

Zeit spielt eine große Rolle

Die Befragten gaben an, dass ein Mangel an Zeit verhindere die erforderlichen Pflegeziele zu erreichen und folglich zu Unzufriedenheit führe. Auf der anderen Seite wurde das Pendant, ausreichend Zeit zur Pflege zu besitzen, als erfüllend beschrieben.

Der Faktor Zeit wirkt sich dabei positiv auf die Mitarbeiterbindung aus. Eine Pflegende äußert sich: „To know that we do make a difference for our patients is a solid reason to stay here.” Die Zeit zu besitzen Patienten mit chronischer Erkrankung zu helfen, wird als bedeutend für die Arbeitszufriedenheit herauskristallisiert. Gerade bei krisenhaften Ereignissen die Zeit für die Patienten zu haben und sie bei der Bewältigung zu unterstützen, wird als bedeutender Faktor der Arbeitszufriedenheit beschrieben.

Ein Mangel an Zeit denunziert, laut den Befragten, hingegen die Professionalität, schmälert die Pflegequalität und wirkt sich damit negativ auf die Arbeitszufriedenheit aus.

 

Das „Wir-Gefühl“ als Marker für Arbeitszufriedenheit

Die befragten Pflegenden gaben an, dass die Zusammenarbeit mit den Teamkollegen sich sowohl positiv als auch negativ auf die Arbeitszufriedenheit ausüben könne.

In einem Team, so die Probanden, hat man das Gefühl seine Arbeit schneller und zufriedenstellender zu erledigen. Ist man auf sich alleine gestellt, kann die Arbeit nicht bewerkstelligt werden, was wiederum zu Unzufriedenheit führt. Ein „Wir-Gefühl“, dass sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit auswirkt, beschränkt sich aber nicht nur auf das Pflegeteam. Auch die vertraute Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen, den Angehörigen und den Patienten hat eine Magnetwirkung auf die Pflegenden.

 

Vertrauen als Leitungsmerkmal

Neben der Zeit und dem Team spielt das in die Pflegenden gesetzte Vertrauen eine große Rolle bezüglich der subjektiv empfundenen Arbeitszufriedenheit.

Vorgesetzte, die ihren Mitarbeitern Verantwortung und damit Vertrauen schenkten, steigern damit die Erfüllung im Beruf. Wird die persönliche Entwicklung allerdings außer Acht gelassen, hat dies einen negativen Effekt.

Die Forscher empfehlen, um die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen, Pflegenden im Berufsalltag mehr Autonomie zuzusprechen. Zudem vermuten sie einen Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit und der daraus resultierenden, erbrachten Pflegequalität. Kurzum: Pflegende, die mit ihrer Arbeit zufrieden sind, pflegen vermutlich qualitativ besser.

 

Quelle: Uhrenfeldt L, Hall EOC (2015) Job satisfaction as a matter of time, team and trust: A qualitative study of hospital nurses’ experiences. Journal of Nursing Education and Practice 5(2). URL: http://www.sciedu.ca/journal/index.php/jnep/article/view/5620/3493 (20.04.2015).

Formel für Arbeitszufriedenheit in der Pflege
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