Gesundheit fördern Pflege stärken Qualität sichern
Gesundheit fördern     Pflege stärken     Qualität sichern

Persönliche Präsentationskompetenzen stärken

Ob bei der Akquise von Kunden, im Rahmen von Teambesprechungen, bei Übergaben oder kurzen Impulsvorträgen auf Kongressen und in Workshops: die Art und Weise wie man sich präsentiert hat direkte Auswirkungen auf den Erfolg. Freiberuflich Pflegende erhalten hier Tipps wie sie ihre persönlichen Präsentationskompetenzen stärken können. Dabei werden nonverbale und verbale Stilmittel vorgestellt, welche die individuelle Rhetorik verbessern. 

Rhetorik kann als „Kunst der Rede“ übersetzt werden. Rhetorik verfolgt dabei das Ziel mit dem gesprochenen Wort eine Wirkung zu erreichen. Dies kann z.B. die Überzeugung eines Gesprächspartners oder aber die Motivation sämtlicher Teammitglieder bzw. Workshop-Teilnehmer sein. Eine rhetorische ausgefeilte Rede bzw. Ansprache schafft dabei was mit einer herkömmlichen, unvorbereiteten Rede weniger gut gelingt; nämlich seinen Gegenüber zu begeistern.

 

Vorbereitung ist das A und O

Soll eine Ansprache, ein Vortrag oder eine Rede gehalten werden, sollte diese im besten Fall gut vorbereitet sein. Versetzen Sie sich dazu bereits vor der konkreten Situation in diese hinein. Überlegen Sie sich welche Erwartungshaltungen ihr Gegenüber an den Tag legt und welche Rahmenbedingungen Sie vorfinden d.h. Zeit, Räumlichkeit oder aber auch Möglichkeiten das gesprochene Wort durch den gezielten Einsatz von Medien wie einem Flip-Chart oder einer knappen PowerPoint-Präsentation zu unterstützen. Bei der Vorbereitung sollten Sie außerdem bedenken, dass Sie sich das Ziel Ihrer Präsentation bewusst machen und dieses stets verfolgen. Ist Ihnen selbst Ihre Zielsetzung unklar, wird sich auch Ihr Publikum schwer tun, sich diese klar vor Augen zu führen. Bevor Sie ihre Ansprache halten, bietet es sich an diese im Stillen bereits für sich zu üben. Dadurch steigt zum einen Ihre Sicherheit, zum andern reduziert sich so allmählich das Lampenfieber.

Gliedern Sie Ihren Vortrag in drei Teile:

  • In der Einleitung nehmen Sie den Kontakt zu Ihrem Gegenüber auf. Dabei sollten Sie bedürfnisspezifisch die jeweiligen Interessen und damit auch die Aufmerksamkeit  wecken.
  • Im Rahmen des Hauptteils können Sie die Sachinhalte vermitteln oder Ihre Argumente zur Überzeugung darlegen.
  • Der Schluss kann dazu genutzt werden die markantesten Punkte zusammenzufassen und den Bogen zum Beginn Ihres Vortrags zu spannen.

Man kann nicht nicht kommunizieren

Dem von Paul Watzlawick aufgestellten Axiom „Man kann nicht nicht kommunizieren“ kommt bei der Präsentation ein großer Stellenwert zu. Folgende Tipps können freiberufliche Pflegende dahingehend unterstützen ihrer nonverbalen Kommunikation eine größere Aufmerksamkeit und damit eine bessere Durchschlagskraft zu geben:

  • Kleider machen Leute: Eine ordentliche Kleiderwahl, die dem Anlass entsprechend gewählt ist, ist ein simpler aber bei Weitem kein selbstverständlicher Tipp. Mit Ihrer Kleidung geben Sie Informationen über sich selbst und ihr Anliegen preis.
  • Körperposition und sicherer Stand: Nehmen Sie eine aufrechte Körperposition ein und halten Sie den Kopf erhoben. Daneben sollten Sie auf einen sicheren Stand achten. Dazu stellen Sie die Beine hüftbreit nebeneinander; Sie können ihr Körpergewicht im Wechsel auf ihr rechtes und linkes Bein verlagern. Bleiben Sie aber nicht wie angewurzelt stehen. Mit zunehmender Dauer des Vortrags dürfen Sie sehr gerne ihren Standort wechseln.
  • Mimik und Gestik: Sie sollten Ihren Händen im oberen Körperdrittel ihrer natürlichen Gestik entsprechend den freien Lauf lassen. Dort sind die Hände für Ihre Gegenüber gut einsehbar. Daneben wird mit einer angemessenen Gestik das gesprochene Wort unterstrichen, sodass die Inhalte besser transportiert werden können. Beachten Sie auch Ihre Mimik. Mit einer offenen und freundlichen Mimik erreichen Sie mehr als mit einem niedergestimmten, skeptischen oder gar unfreundlichen Blick.
  • Blickkontakt halten: Halten Sie den Blickkontakt zu ihrem Gegenüber. Haben Sie mehrere Zuhörer sollten Sie versuchen mit Ihrem Blick alle zu erreichen. Dazu können Sie entweder wie ein „Scheibenwischer“ vorgehen und Ihre Zuhörer von links nach rechts queren oder aber gedanklich mit dem Blick ein „W“ in die Zuhörerschaft zeichnen.

 

Reden ist mehr als Worte sprechen

Zu einer gelungenen Präsentation kommt neben der verbalen Sprache auch der paraverbalen Sprache z.B. Sprachmelodie und Sprechgeschwindigkeit große Bedeutung zu.

Um mit dem gesprochenen Wort ins Schwarze zu treffen, gilt es folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Laute und deutliche Aussprache: Akzentuieren Sie so z.B. Ihrer Ansicht besondere Worte. Sie sollten von einem inflationären Fremdwortgebrauch absehen, wenn Sie die Befürchtung haben Ihr Gegenüber durch zu viel Fachsprache abzuhängen. Ihre Sprache sollte unter dem Strich adressatengerecht sein, so stellen Pflegeauszubildende ein anders Publikum dar als langjährig examinierte Fachpfleger oder Entscheidungsträger im Gesundheitswesen.
  • Sprachmelodie statt Monotonie: Durch einfache Mittel können Sie ihre Sprachmelodie bereits verbessern. So können Sie am Ende eines Satzes mit der Stimme nach unten gehen. Stellen Sie hingegen eine Frage sollte Ihre Stimme nach oben hin enden. Wenn Sie mit Ihrer Stimme zunehmend tiefer werden, verleihen Sie ihren Worten einen besonderen Nachdruck. Insgesamt sollte ihre Sprachmelodie allerdings natürlich und keineswegs gekünstelt oder aufgesetzt klingen.
  • Sprechgeschwindigkeit anpassen: Ihre Worte sollten flüssig aneinandergereiht bei Ihrem Publikum Gehör finden. Neigen Sie zu einer schnellen Aussprache sollten Sie auf die Bremse treten. Atmen Sie einfach zwischendurch ruhig ein und aus, damit Ihre Zuhörer die Inhalte Ihres Vortrags auch verdauen können. Neigen Sie zu einer langsamen, beinahe schon einschläfernden Sprechgeschwindigkeit sollten Sie hingegen das Tempo erhöhen.
  • Kongruenz zur Körpersprache: Sie sollten Ihre Körpersprache mit Ihrem gesprochenen Wort in Einklang bringen. So ist z.B. eine sichere und deutliche Aussprache und ein sicherer Stand kongruent, während eine in sich gekehrte, gebückte Körperhaltung und eine zugleich forsche und bestimmende Aussprache inkongruent erscheint.

 

Übung macht den Meister

Sein Sie sich sicher: Es ist noch kein „Präsentationsmeister“ vom Himmel gefallen. Tatsächlich beruht eine flüssig anmutende Präsentation auf viel Übung und einer durchdachten Vorbereitung. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, falls eine Präsentation einmal nicht ihren Vorstellungen entsprechend verlaufen ist. Reflektieren Sie Ihren Vortrag im Nachhinein und versuchen Sie das nächste Mal aus Ihren Fehlern zu lernen und allmählichen einen Aspekt der Rhetorik nach dem andern umzusetzen. Suchen Sie in Zukunft vermehrt nach Möglichkeiten sich vor Publikum zu präsentieren. Indem Sie sich häufiger einer solchen Situation aussetzen, werden Sie ihre Präsentationskompetenzen stetig steigern.

 

Persönliche Präsentationskompetenzen stärken
Autor: Jörg Schmal
BVfbPKNewsletter_Wissen_Präsentieren_Sch[...]
PDF-Dokument [216.2 KB]

Bundesverband freiberuflicher Pflegefachkräfte e.V.
Theodor-Heuss-Allee 112
60486 Frankfurt

E-Mail: info@bvfpk.de

Kontakt:

 

Telefon: 069 - 66 77 41 - 197

Fax: 069 - 66 77 41 - 198

Bankverbindung:

 

Frankfurter Sparkasse

Ktnr. 0200500821

Blz.   50050201

IBAN DE36 5005 0201 0200 5008 21

BIC HELADEF1822

NEWSLETTER

einfach bestellen:

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Bundesverband freiberuflicher Pflegefachkräfte