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Gesundheit alter Menschen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes die gesundheitliche Situation in Deutschland näher beleuchtet. Dabei wurde auch der Gesundheitszustand der älteren Bevölkerung unter die Lupe genommen. Freiberuflich Pflegende finden hier die wichtigsten Erkenntnisse da, nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels, die Pflege älterer Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnt.

 

Freiberuflich Pflegende sehen sich in ihrem Arbeitsumfeld zunehmend mit älteren Patienten konfrontiert. Dies ist mitunter der steigenden Lebenserwartung bei sich stetig verbessernder medizinischer Versorgung zu verdanken. Im Fokus der Freiberufler sollte stets eine Differenzierung zwischen objektivem und subjektivem Gesundheitsverständnis gemacht werden. So kann bspw. ein älterer Mensch aufgrund des medizinischen Fortschritts einen im Altersvergleich objektiv positiven Gesundheitszustand aufweisen, diesen zugleich aufgrund eines persönlich als gravierend empfundenen Funktionsverlusts aber nicht als solchen schätzen. Genauso kann ein älterer Mensch bei objektivem Krankheitszustand diesen subjektiv als nicht belastend wahrnehmen. Alleine eine einseitige Betrachtung des objektiven oder subjektiven Gesundheitszustandes würde zu kurz greifen.

 

Krankheit im Alter

Herz-Kreislauferkrankungen, Krebserkrankungen und chronische Lungenerkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen älterer Menschen. Daneben finden sich freiberuflich Pflegende zunehmend in der Versorgung älterer chronisch kranker und multimorbider Patienten. Dabei bezeichnend ist die Parallelität psychischer und physischer Erkrankungen. Demenzielle Erkrankungen sind dabei, gefolgt von Depressionen, die häufigsten neuropsychiatrischen Erkrankungen im höheren Lebensalter.

 

Die zunehmende Multimorbidität geht mit einer Einnahme vielzähliger Medikamente einher, welche wiederrum mit unerwünschten Neben- und Wechselwirkungen aufwarten. Daher gilt es den individuellen Medikamentenplan der Patienten nicht aus dem Auge zu verlieren, um Optimierungen anzustreben, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und diese erfolgreich abzuwenden. Dies gilt in hohem Maße dann, wenn im Rahmen der pflegerisch-medizinischen Versorgung weitere Medikamente verabreicht werden.

 

 

Gesundheitsförderung und Prävention

Das erhöhte Sturzrisiko älterer Menschen macht deutlich welche Relevanz dem pflegewissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen des Expertenstandards zur Sturzprophylaxe, herausgegeben vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), zukommt. Ältere Menschen stützen nicht nur häufiger sondern haben dazu noch im Vergleich zu jüngeren Patienten mit drastischeren Sturzfolgen zu rechnen, welche in einem vollständigen Verlust der Selbstständigkeit und Funktionsfähigkeit münden können.

 

Freiberuflich Pflegende sollten neben den häufig durchgeführten Prophylaxen, zu welchen sich auch die Sturzprophylaxe zählt, auch die Suizidprophylaxe beachten. Deren Bedeutsamkeit lässt sich auf die starke Zunahme der Suizidrate im Alter zurückführen. Diese steigt vor allem bei älteren Männern an, weshalb hier Freiberufler Äußerungen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern entsprechend ihrem beruflichen Selbstverständnis in professioneller Art und Weise reagieren sollten.

 

Freiberuflich Pflegende führen besonders bei älteren Patienten eine ressourcenorientierte Pflege durch. Daneben werden Patienten auf zielgruppengerechte Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote hingewiesen. Erste gute Ansprechpartner sind hierzu die entsprechenden Krankenkassen oder die regionalen Pflegestützpunkte. Freiberuflich Pflegende motivieren ihre Patienten zu regelmäßigen Besuchen von Kontroll- oder Früherkennungsuntersuchungen.

 

Freiberuflich Pflegende binden, um eine qualitativ hochwertige Pflege sicherzustellen, das soziale Umfeld der Patienten z.B. Angehörige mit ein. So kann nicht nur das persönliche Wohlbefinden sondern auch dies soziale Teilhabe gesichert werden, um der Gefahr einer Isolation im Alter entgegen zu wirken.

 

Quellen

Robert Koch-Institut (Hrsg) (2015) Gesundheit in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. RKI, Berlin

 

 

 

Gesundheit alter Menschen in Deutschland
Autor: Jörg Schmal
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